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Sneak Preview

 

Die Aufgabe der FuE-Abteilung der DAA Westfalen ist die Identifikation neuer Themen für Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die dann später zu neuen Bildungs- und Beratungsangeboten führen sollen. Um dabei erfolgreich zu sein, müssen wir vor dem Mainstream denken und arbeiten, damit unsere Produkte einsatzfähig sind, wenn der Bedarf nach den Leistungen in der Breite entsteht. Unser Entwicklungsschema ist also: Idee –> Projekt –> Produkt.

Auf unserer Website stellen wir die Projekte und Produkte ausführlich dar. Im folgenden finden Sie nun auch einen Einblick in unsere Ideenwerkstatt. Die Ideen haben dabei einen sehr unterschiedlichen Realisierungsgrad: Manche sind bereits in Beantragung, manche werden wir aus eigenen Mitteln kurz- oder mittelfristig realisieren. Manche Ideen sind bislang nur in unseren Köpfen und warten noch darauf, dass wir auch andere Partner dafür begeistern können.

Die Zusammenstellung unserer Ideen zeigt, woran wir in Zukunft arbeiten wollen, welche Themen wir für wichtig erachten und auch, wie wir unsere Aufgabe als Bildungsdienstleister der Zukunft verstehen.

Grundkompetenzen in digitalen Zeiten – Entwicklung eines Bildungsarrangements zum Erlernen von Grundkompetenzen und zum Aufbau digitaler Teilhabe und Sicherstellung von Zugangsvoraussetzung zu Weiterbildung

Mit der Einführung des geförderten Erwerbs von Grundkompetenzen nach § 81 Abs. 3a SGB III (FbW) geschah ein großer Schritt in Richtung der nachhaltigen Integration der Zielgruppe in den Arbeitsmarkt sowie hinsichtlich sozialer und politischer Teilhabe. Bedingt durch die Corona-Pandemie ganz aktuell, aber grundlegend auch durch einen Mangel an konkreter wie digitaler Literalität, stehen Personen, für die dieses Angebot geschaffen wurde, vor teils unüberwindbaren Hürden. In Zeiten der vermehrt hybriden Lernmethodik – mobiles Lernen von daheim, beim Träger im begleiteten Selbstlernen am Lernmanagementsystem, Apps zur Prüfungsvorbereitung oder zum Sprachenlernen – ist nicht mehr nur ein im Grundschulalter fossilisierter Wissensstand der Grundkompetenzen des Lesens und Schreibens eine Hürde: der Erwerb der Digitalen Kompetenzen setzt selbigen mittlerweile voraus. Hier will das Projekt ansetzen und Lernsettings entwickeln und erproben, die es für jene Personengruppe ermöglichen, die Grundkompetenzen und somit die Anschlussfähigkeit an den modernen Bildungs- und Arbeitsmarkt, trotz bzw. gerade wegen hybrider und virtueller Lehrgangsdurchführung zu erwerben und dadurch die digitale Teilhabe zu fördern.

Ansprechpartnerin:
Dr. Carolin Kirchhof, carolin.kirchhof[at]daa.de
Jana Hausmann, jana.hausmann[at]daa.de

Mobile Learning – Personennahe Ausbildung trotz Distanz – Ausbildung in Zeiten während und nach Covid-19

Während der Corona-Pandemie zeigt sich aktuell die Notwendigkeit der Flexibilität, Teile der Berufsausbildung in ortsunabhängigen Settings durchführen zu können. Während große Unternehmen und Konzerne durch Personalentwicklungs- und Fachabteilungen im Zuge der digitalen Transformation große Ressourcen für die Implementierung von digitalen Lösungen der Ausbildungsvermittlung haben, stehen KMU in der Regel vor einer großen Herausforderung. Als Grundlage einer virtuellen Ausbildung wurde die Einführung eines Lernmanagementsystems identifiziert, welches eine strukturierte, didaktisch hochwertige und maximal flexible Ausbildung möglich macht.

Der innovative Ansatz des Projektes liegt in der Durchführung von Modellversuchen mit KMU der Region. In diesen sollen Teile der fachpraktischen Ausbildung vollständig digital entwickelt, durch-geführt und evaluiert werden. Das Projekt „Mobile Learning“ will die an der Ausbildung beteiligten Personen für eine Ausbildung auf Distanz sensibilisieren, befähigen und qualifizieren. Als Transferinstrument sollen lernende Ausbildungsnetzwerke entstehen, die auch nach Projektende die Ziele des Projektes weiterverfolgen.

Ansprechpartner:
Philipp Topp, philipp.topp[at]daa.de

„Die grüne Potentialberatung“ – Ökologisches Mindset für Unternehmen und Beschäftigte zur Vorbereitung einer grünen digitalen Zukunft

Der European Green Deal, mit dem Ziel, bis 2050 klimaneutral zu werden, stellt landesweit auch die Wirtschaft in NRW vor große Herausforderungen. Die „nachhaltige und digitale“ Justierung des erfolgreichen Förderinstruments der Potentialberatung ist die konsequente Umsetzung des Green Deals. Die „Grüne Potentialberatung“ (Arbeitstitel) soll Unternehmen bei der Entwicklung einer Umwelt-/Klimastrategie und der Planung betriebsspezifischer Maßnahmen von PE, OE, Kultur und Strategie (aber nicht Technik) unterstützen. Aktuell gibt es keine Beratungsstrukturen in NRW, die Umweltberatung im diesem Sinne leisten können. In einem vorlaufenden Modellprojekt sollen Konzepte für eine solche Grüne Potentialberatung entwickelt und erprobt werden, die die bewährten Ansätze der Potentialberatung auf den Bereich Nachhaltigkeit und Digitalisierung übertragen.

Ansprechpartner:
Kurt-Georg Ciesinger, kurt-georg.ciesinger[at]daa.de

„True News“ – Entwicklung eines Bildungsangebots für den kompetenten Umgang mit Informationen in den digitalen Medien

Im Zuge der Coronakrise tauchen vermehrt Verschwörungstheorien auf, denen überraschend viele Bürger*innen zustimmen und die nicht nur den gesellschaftlichen Diskurs erschweren, sondern die demokratischen Strukturen belasten. Der zugrundeliegende Mechanismus ist die sogenannte Informationsblase: Aufgrund technischer Algorithmen erhalten User nur noch diejenige Information, die zu ihren Interessen und Standpunkten passen und keine abweichenden Informationen mehr. Die Folge ist eine Kapselung in einer eigenen Informationswelt ohne die Möglichkeit, sich eine faktenbasierte Meinung zu bilden. Bürger*innen müssen daher, wenn sie ihre demokratische Verantwortung übernehmen wollen, neue Kompetenzen im Bereich der Informationsverarbeitung und -beurteilung erwerben. Informationsverarbeitungskompetenz ist damit eine demokratische Grundkompetenz geworden, wie dies einst die Fähigkeit zu lesen war. In einem Modellversuch soll, gemeinsam mit Experten aus Wissenschaft, Journalismus und Politik, ein solches Curriculum entworfen, erprobt und dem gesamten Bildungssystem (Schule, Aus- und Weiterbildung) zur Verfügung gestellt werden.

Ansprechpartner:
Stephan Mielke, stephan.mielke[at]daa.de
Kurt-Georg Ciesinger, kurt-georg.ciesinger[at]daa.de

„Das grüne Abitur“ – Entwicklung eines Bildungsangebots im Bereich Umwelt- und Klimaschutz für Beschäftigte und Führungskräfte

Zur Erreichung der internationalen Klimaziele, z.B. auch des European Green Deals, bedarf es einer großen Anstrengung, bei der Politik, Industrie und Bürgerschaft ihre jeweilige Verantwortung auszufüllen. Wissen über Umwelt und Klima gehört bislang (bemerkenswerterweise) aber nicht zum Bildungskanon. In der Berufsausbildung bahnt sich nun eine Trendwende an: In allen Berufen sollen diese Inhalte nun perspektivisch vermittelt werden. Damit entsteht ein erheblicher Nachholbedarf in der Weiterbildung von Facharbeiter*innen. Vor diesem Hintergrund soll im Projekt ein universelles Bildungsangebot entwickelt werden, das im Rahmen der betrieblichen Weiterbildung unterschiedlicher Branchen – in jeweils adaptierter Form – angewendet werden kann. Das Bildungsangebot soll dabei erstens Grundlagenwissen vermitteln und zweitens in die Lage versetzen, konkrete individuelle und betriebliche Handlungsmöglichkeiten abzuleiten. Dies erfolgt im Rahmen von Projekten (je nach Setting individuell, in der Gruppe oder im Betrieb).

Ansprechpartner*in:
Andrea Beckmann, andrea.beckmann[at]daa.de
Kurt-Georg Ciesinger, kurt-georg.ciesinger[at]daa.de

Sicheres und gesundes Homeoffice – Entwicklung eines digitalen und interaktiven Lernsettings zum Erwerb von Arbeitsgestaltungskompetenz für Telearbeiter

Durch die Corona Pandemie hat das Thema „Home Office“ eine neue Bedeutung bekommen. Die Arbeit im Homeoffice ist jedoch bspw. hinsichtlich des Arbeitsschutzes noch nicht geregelt. Die Verantwortung für Arbeits- und Gesundheitsschutz wandert somit faktisch hin zu den Beschäftigten. Die Idee des Projektes besteht im Aufbau einer Unterstützungsstruktur für die Beschäftigten im Homeoffice mit folgenden drei Säulen: (1) Weiterbildungsprogramme, (2) Coachingangebote zu Fragen des Arbeitsschutzes, der Selbstorganisation und der Gesundheits(selbst)sorge und (3) die Vernetzung der Homeworker untereinander durch eine moderierte, geoinformationsbasierte Plattform, die den virtuellen und auch physischen Austausch (z.B. gemeinsame Mittagspause) ermöglicht. Das Projekt soll in Dortmund regional entwickelt und später NRW- oder bundesweit ausgerollt werden.

Ansprechpartner:
Kurt-Georg Ciesinger, kurt-georg.ciesinger[at]daa.de

„XR in der Pflegeausbildung“ – Nutzung von Augmented und Virtual Reality-Technologien in der Pflegeausbildung zur Verbesserung der Praxistrainings

Im Zuge der Coronakrise und aufgrund der hohen Infektionsrisiken, insbesondere bei älteren und kranken Menschen, sind die Übungsmöglichkeiten in der praktischen Pflegeausbildung sehr stark eingeschränkt. Das führt dazu, dass praktische Ausbildungsteile nun theoretisch vermittelt und erlernt werden müssen, das Üben an Dummies ist nicht für jeden Bereich geeignet oder bildet nicht den gesamten Prozess ab. Dies stellt jedoch ein grundsätzliches methodisch-didaktisches Problem dar: Die mentale Übersetzung einer noch so konkret formulierten Handlungsbeschreibung in die Anwendungsrealität ist kaum zu leisten. Die Problematik zeigt sich bereits ganz konkret in den Abschlüssen der Pflegeschüler*innen in den praktischen Fächern, wie bspw. der Behandlungspflege. Als eine zukunftsfähige Lösung sehen wir hier die Nutzung neuer technologischer Möglichkeiten wie bspw. Methoden der XR – Extended Reality (Oberbegriff für Virtual, Augmented und Mixed Reality). Diese bieten die Möglichkeit, Handlungen in einem virtuellen Raum zu üben, im Pflegebereich konkret bspw. Einheiten der Behandlungspflege, des kinästhetischen Arbeitens und der Grundpflege. Im Rahmen des Projektes entwickeln wir, basierend auf der realen Praxis, derartige Übungsrealitäten, in denen man sich mittels VR-Brillen bewegt und Handlungen per Controller durchführen und einüben kann.

Ansprechpartnerinnen:
Dr. Carolin Kirchhof, carolin.kirchhof[at]daa.de
Dana Wiens, dana.wiens[at]daa.de

Streaming Therapy – Lehren und Lernen auf Distanz in der Therapie- und Pflegeausbildung durch Surround-Streaming

Bedingt durch die Corona-Pandemie kommt es gerade in der therapeutischen Ausbildung zu Hindernissen bei der Vermittlung fachpraktischer Inhalte. Das Tragen einer Maske bei Thematiken der Sprech- und Stimmtherapie ist im Live-Setting mehr als hinderlich, das Wahren des Mindestabstands von 1,5 Metern bei Übungen in der Ergo- oder Physiotherapie und in der Pflege größtenteils unmöglich. Durch die Hybridisierung der Lehre, bspw. durch das Unterrichten im Wechselmodell oder durch standortinternes oder -übergreifendes Live-Streaming von Lerninhalten konnten bisher bereits einige Hürden überwunden werden. Eine umfassende Lösung konnte bis dato jedoch nicht gefunden werden – insbesondere was die Lehre fachpraktischer Inhalte betrifft, die die enge Beobachtung bspw. von Handgriffen oder der Zungen- und Lippenform erfordert. Im Rahmen des Projektes werden wir den Einsatz von Surroundtechnik erproben, welcher die gleichwertige(re) Teilhabe der Schüler*innen an der fachpraktischen Ausbildung im analogen und digitalen Setting ermöglich. Durch die Nutzung mehrerer synchronisierter Kameras sowie eines Konferenzmikrofons/-lautsprechers wird auch den mobil Lernenden ein Perspektivwechsel sowie ein Heranzoomen ermöglicht und somit die Teilhabe am Lernsetting signifikant erweitert. Die Erstellung digitalen Lernmaterials ist ein willkommener Nebeneffekt.

Ansprechpartnerin:
Dr. Carolin Kirchhof, carolin.kirchhof[at]daa.de

Remote Learning – Unterstützung von „entfernten Lernenden“

Der Lernort der Zukunft wird nicht mehr zwangsläufig ein Klassenzimmer oder Seminarraum bei einem Weiterbildner sein. Ein Megatrend der Zukunft ist Remote Learning, das Lernen auf Distanz auf Basis digitaler Medien und Kommunikationsformen, also auf Entfernung zwischen dem Lernenden und dem Lehrenden. Diskutiert wird das entsprechende Problem aber bislang nur aus der Sicht der Lehrenden: Wie können digitale Lehrarrangements angeboten werden? Was bisher überhaupt nicht thematisiert wird, ist die Frage: Welche Unterstützungsformen benötigen Lernende, um beim Remote Learning erfolgreich zu sein?

Die Projektidee besteht im Aufbau einer Unterstützungsstruktur für Remote Learner: (1) Bildungsprogramme, die die Teilnehmenden in die Lage versetzen, ihren Lernarbeitsplatz und ihre individuelle Lernorganisation zu gestalten. (2) Lerncoaches, die in den o.g. Fragen beraten und persönlich unterstützen. Dieses Unterstützungsangebot soll im Projekt entwickelt und erprobt werden und kann nach Projektende vollkommen unabhängig vom Bildungsinhalt, von der Bildungsform und  der Bildungseinrichtung angeboten werden.

Ansprechpartner:
Jörg Schlüpmann, joerg.schluepmann[at]daa.de
Kurt-Georg Ciesinger, kurt-georg.ciesinger@daa.de

Remote Counseling and Guidance – Digitale Unterstützungsformate für die Begleitung von Menschen in geförderten Ausbildungs- und Arbeitsverhältnissen

Aufgrund der Coronapandemie ist die physische Begleitung und Beratung von Zielgruppen mit besonderem Unterstützungsbedarf im Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis schwierig bis unmöglich geworden. Daher soll im vorliegenden Projekt ein alternatives digitales Begleitungskonzept entwickelt werden, das nicht nur die während der Pandemie entstehenden Probleme aufgreift, sondern die gesamte Betreuungsqualität auf ein neues Niveau hebt. Der erste Ansatzpunkt für die Substitution physischer Kontakte ist die Virtualisierung durch digitale Medien. Die Klient*innen wie auch die Begleiter*innen werden geschult, auf virtuellem Weg vertrauensvolle, „gute“ und damit wirkungsvolle Gespräche durchzuführen.

Der innovative Ansatz des Projektes liegt aber in der Entwicklung und Erprobung einer „Immediate-Intervention-App“, die von den Klient*innen wie ein Tagebuch genutzt wird. Die Klient*innen reflektieren mit der App in regelmäßigen Abständen die Arbeitssituation im Betrieb und ihr eigenes Befinden. In der Summe entsteht also ein kontinuierlich fortgeschriebenes Bild über die Situation der Klient*innen und den Erfolg der Maßnahme. Die Berater*innen/Begleiter*innen können so erkennen, wenn sich Problembereiche auftun, diese lokalisieren und unmittelbar Kriseninterventionen einleiten.

Ansprechpartner*in:
Jörg Schlüpmann, joerg.schluepmann[at]daa.de
Ulrike Janßen, ulrike.janssen[at]daa.de
Kurt-Georg Ciesinger, kurt-georg.ciesinger@daa.de